Kindersicherung

Linux Mint kommt leider nicht mit eigenen integrierten Tools, das System für Kinder zu beschränken.

Wir empfehlen für Kinder ein eigenes Linux Mint aufzusetzen, damit Sie selber nicht durch Einschränkungen betroffen sind.

Probleme

Webbrowser

Es gibt zwar von Firefox hervorragende Tools, um den Webbrowser für Kinder zu beschränken, allerdings kann man das Kind nicht davon abhalten, den versteckten .mozilla Ordner zu löschen und so den Firefox zurückzusetzen.

Weitere Programme

Eine einfache Blockierung einzelner Anwendungen für einen Benutzer ist leider nicht ganz so einfach. Stattdessen empfehlen wir solche Anwendungen zu deinstallieren.

Zeiteinschränkung

Hier können Sie eine einfache Zeitbeschränkung einstellen. Nach der abgelaufenen Zeit wird der Benutzer automatisch abgemeldet und kann sich für den Tag nicht mehr anmelden. Das Programm ist leider nur in Englisch.

Installation des Programms timekpr

Dafür müssen wir das Programm timekpr aus einer Fremdquelle installieren.

Warnung

Was eine Fremdquelle ist, sollten Sie unbedingt im Kapitel Programme installieren nachlesen.

  • Öffnen Sie das Programm Anwendungspaketquellen, wählen das Menü PPAs und klicken auf Hinzufügen.

  • Tragen sie folgende Adresse in die Zeile ein: ppa:mjasnik/ppa

  • Bestätigen Sie den Info-Dialog.

  • Wenn alles geklappt hat, haben Sie eine ähnliche Ansicht, wie im Bild gezeigt. Klicken Sie am Ende auf den markierten OK Knopf, um den Zwischenspeicher zu aktualisieren.

_images/ppa_mjasnik.png
  • Öffnen Sie das Programm Anwendungsverwaltung

  • Wählen Sie rechts neben der Suche das Burger-Menü (Drei Striche) aus und wählen Bitte die Paketliste auffrischen aus.

  • Suchen Sie in der Annwenndungsverwaltung nach timekpr-next.

  • Installieren Sie die gleichnamige Anwendung.

Einrichtung des Programms

  • Öffnen Sie im Menü Timekpr-nExT administration (Superusermode).

Warnung

Sie können Sich auch selber vom System aussperren! Rühren Sie am besten Ihren Benutzer gar nicht an.

_images/timekpr_konfiguration_1.png
  1. Hier wählen Sie den zu bearbeitenden Nutzer aus.

  2. Wählen Sie den Reiter Limit configuration

  3. Hier können Sie für jeden einzelnen Tag ein Zeitlimit einstellen

  4. Für jeden Tag können Sie auch separate Stunden-Intervalle einstellen, von wann bis wann der Nutzer den Rechner nutzen darf. (optional)

  5. Abschließend können Sie wöchtenliche oder monatliche Zeit-Limits einstellen. (optional)

Klicken Sie am Ende auf Apply daily limits, um die Einstellungen zu übernehmen.

In diesem Programm gibt es noch viele weitere Konfigurationsmöglichkeiten, von diesen wir aber abraten.

Ausnahmen für den heutigen Tag

  • Öffnen Sie im Menü Timekpr-nExT administration (Superusermode).

  • Wählen Sie wie gehabt den zu bearbeitenden Benutzer und bleiben Sie im ersten Reiter Info & Today

_images/timekpr_konfiguration_2.png
  1. Hier können Sie die Zeit in Stunden und Minuten einstellen

  2. Möchten Sie die oben definierte Zeit zusätzlich gewähren, drücken Sie einmal auf diesen Knopf

  3. Möchten Sie die oben definierte Zeit abziehen, drücken Sie einmal auf diesen Knopf

  4. Möchten Sie die oben definierte Zeit verbleibende Zeit überschreiben, drücken Sie diesen Knopf

  • Schließen Sie das Programm, die Änderungen wurden automatisch angewendet. Der Benutzer muss sich nicht neu einloggen.

Warnung

Damit Benutzer ihre eigene Sperre nicht verstellen können, dürfen diese keine Administrationsrechte haben.

Internetseiten blockieren

Mit dem Programm Mintnanny aus der Anwendungsverwaltung können Sie einzelne konkrete Internetseiten für den gesamten Rechner sperren.

Der wohl effektivste Schutz gegen Kinder gefährdete Seiten ist das Erstellen eines neuen Zugangsprofils mit Kindersicherung auf Ihrem Router. Im Kurs wird dies für die Fritz!Box gezeigt.

Bemerkung

Um den Schutz am Internetrouter nicht zu umgeghen, stellen Sie auch im Standard Verbindungsprofil Ihrer Fritz!Box die Kindersicherung ein. Dann sind Versuche, die IP-Adresse zu ändern, zwecklos.

Eine weitere/zusätzliche Möglichkeit wäre ein DNS-Filter. Dafür müsste aber sichergestellt werden, dass die DNS-Einstellungen von Linux Mint nicht umgestellt werden dürfen.

Beispiele wären: